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[Seminarreihe] Die verborgene Welt der Daten zu gefährdeten Arten

Mai 21 @ 9:00 - 11:00 CEST
Spiny Freshwater Crayfish (E.bispinosus)

Die zunehmende Verbreitung von Biodiversitätsdatenaggregatoren und Citizen-Science-Projekten in den letzten zwei Jahrzehnten hat zu einer exponentiellen Ausweitung der Nutzung von Big Data für die Bewertung von Naturschutzmaßnahmen und die Biodiversitätsforschung geführt. In der Folge sind die Erwartungen hinsichtlich der Bereitstellung von Biodiversitätsdaten gestiegen, ebenso wie das Bewusstsein für die Herausforderungen, die sowohl mit der Freigabe als auch mit der Zurückhaltung von Daten zu sensiblen Arten (Restricted Access Data, RASD) verbunden sind.

Während der Zugang zu Biodiversitätsdaten immer breiter geworden ist, sind die Beweggründe von Einzelpersonen, Forschenden und Organisationen, den Zugang zu bestimmten Arten von Daten zu beschränken, unverändert geblieben. Datenproduzenten und -verwalter vertreten möglicherweise eine konservativere Haltung in Bezug auf den Datenzugang als Datenkonsumenten. Zu berücksichtigende Faktoren sind unter anderem Art und Ausmaß der Bedrohung, die Vulnerabilität, die Art der Information und die öffentliche Verfügbarkeit. Darüber hinaus wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit, indigene Völker und lokale Gemeinschaften in die Lage zu versetzen, die Datenhoheit über traditionelles Wissen und Biodiversitätsdaten zu wahren, die von, über oder in den von ihnen verwalteten Gebieten erhoben werden. Bei Arten, für die Zugangsbeschränkungen gelten, muss der gemeinsame Zugriff eingeschränkt werden, um den Anforderungen des Naturschutzes sowie den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. Der Zugang zu diesen Daten ist unerlässlich für bessere Ergebnisse in Umwelt und Forschung, fundiertere Entscheidungen und kürzere Genehmigungsverfahren.

In diesem Seminar wird die verborgene Welt der Daten zu gefährdeten Arten beleuchtet. Dabei wird erläutert, worin der Unterschied zwischen bedrohten und gefährdeten Arten besteht, welche Faktoren bei der Einstufung einer Art als gefährdet berücksichtigt werden können, wie gefährdete Arten klassifiziert werden können, welche Arten der Aufbereitung für RASD-Daten in Frage kommen und wie der „Atlas of Living Australia“ mit RASD-Daten umgeht.

Referent*innen: Tania Laity (Atlas of Living Australia), Cam Slatyer (CSIRO)

Sprache: Englisch

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Bildnachweis: dhaintz

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