[Seminarreihe] Daten in der Gesellschaft und Datafizierung: Wen interessieren Daten?

Datenethik ist keine Liste von Grundsätzen oder Richtlinien, die man befolgen muss, um „richtig mit Daten umzugehen“; sie ist vielmehr eine Denkweise und die Fähigkeit, bestimmte Strategien und Entscheidungen explizit zu bewerten und zu verteidigen sowie zu begründen, warum man – unter bestimmten Umständen und zu einem bestimmten Zeitpunkt – der Ansicht ist, dass dies angesichts der eigenen Werte und Ziele die besten Strategien und Entscheidungen sind. Dementsprechend widmet sich dieses Seminar dem Verständnis über die Funktionsweise von Daten und ihrer Dynamik, ethisches Denken in einen angemessenen epistemischen Rahmen einordnen zu können. Dazu gehören die zentralen ethischen Fragen rund um die Nutzung von Big Data und damit verbundenen Technologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz sowie der breitere Rahmen der heutigen digitalen Gesellschaft, einschließlich ihrer Abhängigkeit von Automatisierung, generativer KI, sozialen Medien und damit verbundenen Plattformen für Kommunikation und Dienstleistungserbringung.
Referentin: Prof. Sabina Leonelli (Munich Technical University / Ethical Data Initiative)
Sprache: Englisch
Bildnachweis: Markus Winkler (Unsplash)
