OER erstellen mit der LZM

Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat!
Die lange Stille auf unserem Blog hat ihren Grund – wir waren nämlich keineswegs im Winterschlaf, sondern erstellen gerade mit Hochdruck unsere Selbstlernkurse, machen unsere Moodle-Plattform hübsch, richten das Community-Forum ein und testen alles doppelt und dreifach auf inhaltliche Korrektheit, technische Funktionalität, Kohärenz im Design und natürlich Barrierefreiheit. Alle Materialien sollen zudem langfristig in unserem Repositorium unter CC BY-Lizenz zur Verfügung gestellt werden.

Ich sage “wir”, denn ich bin keineswegs die Einzige, die für WiNoDa Open Educational Ressources (OER) erstellt – unser ganzes Team bringt seine/ihre unterschiedlichen Fachexpertisen ein. An vielen Selbstlern-Kursen arbeiten wir gemeinsam.
So gehen wir vor: Wir nutzen die Lernzielmatrix fürs Forschungsdatenmanagement der Dini-Nestor AG Forschungsdaten, um für unsere Zielgruppen passgenaue Inhalte zu definieren.
Zuerst besprechen wir gemeinsam die geplanten Kursinhalte, wählen dann geeignete, dem Kurslevel angemessene Lernziele aus, passen diese ggf. auf die Bedarfe unserer Zielgruppen an, und schwupp: das Grundgerüst für die Kursstruktur steht!

eine stilisisierte Landkarte - entlang der blauen Wegstrecke sind mehrere Punkte, die Stationen markieren: eine Zielscheibe, ein Papier mit Bleistift, eine Prüfliste etc. das Ziel ist ein Laptop mit dem Symbol für H5P und einem M für Moodle

Jede und jeder von uns erstellt entweder ein eigenständiges Kurskapitel oder einen gesamten Kurs (oder beides, oder mehrere). Dank der LZM können wir leicht überprüfen, ob und welche Lernziele wir ggf. mehrfach bzw. in unterschiedlichen Kursen behandeln, inhaltliche Überschneidungen vermeiden und gezielte Querverweise auf benachbarte Kurse ermöglichen.
Für die Ausarbeitung der konkreten Skripte hat natürlich jede:r von uns einen eigenen Workflow.
Ich kann natürlich nur von mir selbst berichten, wie ich mit der Lernzielmatrix arbeite und was sich für mich bewährt hat.

Ich wollte möglichst modular vorgehen, um die optimale Nachnutzbarkeit der Materialien zu gewährleisten. Dafür habe ich in Obsidian ein Dokument mit der Kursbeschreibung und einer Liste mit den Lernzielen für jeden der Kursteile angelegt.
Zu jedem “meiner” Lernziele habe ich ein eigenes Dokument mit dem Namen der Lernziel-ID erstellt, das den fachlichen Text zum Lernziel auf angemessenem Niveau enthält. Ein Dokument zu einem Lernziel “Lernende können den Begriff XYZ benennen.” enthält vielleicht nur eine kurze Definition oder die Auflösung eines Akronyms. Ein (verlinktes) Dokument zum verwandten Lernziel “Lernende können den Begriff XYZ erläutern.” würde die Erläuterung des Begriffes enthalten. Zu jedem dieser Texte habe ich anschließend verschiedene Quizfragen notiert, die ebenfalls die Lernziel-ID im Namen tragen – z. B. “LZ-ID_Multiple-Choice_1.”

Über die LZ-ID sind Kursplan, Lernstoff und Wissensüberprüfung/Aktivität stets nachvollziehbar verknüpft und auf den ersten Blick zuzuordnen.
Das Vorgehen ist auf geradezu abstoßende Weise strukturiert und systematisch und erlaubt mir, genau den Überblick zu behalten. Ich kann sicherstellen, dass ich alle zuvor definierten Inhalte abdecke, kann die Inhalte gezielt (als einzelne Datei) für eine fachliche Überprüfung (peer-review) freigeben, und sicherstellen, dass sich alle Testfragen tatsächlich auf Grundlage des Fachtextes beantworten lassen.

Außerdem steht uns mit Moodle ein – fast schon zu mächtiges – Lernmanagementsystem zur Verfügung. Auch wenn wir keine Prüfungsnoten vergeben oder verwalten müssen (oder wollen), versuchen wir, uns einige der Möglichkeiten zunutze zu machen.
Moodle erlaubt es nämlich, Kompetenzrahmen zu erstellen und mit den Kursen zu verknüpfen. Meiner ersten Recherche nach müssten wir die LZM auf einen Kompetenzrahmen mappen können – dann könnten wir die behandelten Lernziele auf Lernplänen darstellen und auf Badges und Zertifikaten ausgeben.
Das könnte für unsere Teilnehmenden Transparenz schaffen und ihr Erwartungsmanagement stützen.
So ist zumindest der Plan – sobald ich genau herausgefunden haben, wie wir das technisch umsetzen können/müssen, werde ich wieder berichten.
In diesem Sinne – es ist noch viel zu tun!

WiNoDa Selbstlernkurse (werden noch erarbeitet) https://winoda.de/lernangebote/
WiNoDa Community Forum (Registrierung offen): https://winoda.de/login/

Unless otherwise stated, all content is published under cc-by 4.0. Suggested citation:
Schröder, Dr. Asta von. (2026). OER erstellen mit der LZM. WiNoDa Knowledge Lab. https://winoda.de/2026/02/05/oer-erstellen-mit-der-lzm/ (Accessed on Februar 14, 2026 at 02:28)
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